Bürowelten
Gestalte ich einen Prozess danach, wie er sachlogisch am einfachsten/schlanksten läuft, sodass meine Mitarbeiter diesen logisch und übersichtlich durcharbeiten können?
Oder gestalte ich den Prozess danach, dass ich die dahinterliegenden Produktionsfaktoren, die komplexen und weniger komplexen Handlungsstränge und demnach auch die dahinter stehenden notwendigen Ressourcen genauer auswerten kann? Auch wenn die Leute, die den Prozess arbeiten, dann mehr Arbeitsschritte zu tun hätten?
Ich weiß wofür ich plädiere. Bin gespannt, was die Geschäftsleitung sagt :-)
(In dieser Service-/Call-Center-Struktur muss ja ALLES in Zahlen messbar sein, auch wenn es vom Arbeiten her keinen Sinn macht....)
bartynova - 1. Dez, 14:06
„Umsatz-Sickerverluste“
So, Feierabend. Ich muss packen :-)
bartynova - 19. Nov, 17:48
... wird die Sonne wieder scheinen.
Und auf dem Wege, den ich gehen werde,
wird uns, die Seeligen, sie wieder einen,
inmitten dieser sonnenatmenden Erde...
oder so ähnlich....
//geht nach rechts ab und bereitet sich mental auf eine Dienstfahrt zu fünft im Chefinnenauto nach Göttingen vor...
bartynova - 2. Nov, 17:00
Ich war gerade mal drei Werktage nicht im Büro.
Mein Postfach quillt über. Ich weiß jetzt schon, dass das alles nicht zu schaffen sein wird, nicht in dieser Woche, nicht in der nächsten.
Und es kommt ja noch weiteres oben drauf dazu. Die Zeit reicht also erst recht nicht.
Muss das so sein? Ist Arbeiten überall so? Es ständig nicht schaffen? Ständig hinterher hecheln? Bekomme ich eigentlich mein Gehalt dafür, dies auszuhalten?
Ich würde gerne mal was abschließen. Das Gefühl haben, was zu Ende zu bringen.
Aber hier herrscht so eine Masse an To Do's, dass ich, selbst wenn etwas geschafft ist, es gar nicht mehr bemerke, weil sich schon wieder sieben neue Dinge stapeln.
Ich pack das nicht. Immer nur oben drauf, oben drauf. Ich kann schon gar nicht mehr sagen, was alles hinten herunter gefallen ist, denn vieles davon habe ich gar nicht erst wahrnehmen können. Ich könnte das schon aushalten. Aber gefallen tut es mir nicht.
bartynova - 27. Okt, 10:19
...zerren, nicht von können - oder so ähnlich.
Da wo ich arbeite... nee, wie fang ich an... Also wir betreuen ca 17 Betriebe bei ihrer Gehaltsabrechnung.
Wir machen die auch für sie, also das berechnen und zahlen.
Die Betriebe haben, wie es sich für einen Konzern gehört, Zielerreichungssysteme, die sich auf das Gehalt auswirken.
Exkurs.: z.B.: Vertriebler erhalten 80% ihres Gehaltes fix verteilt auf 12 Monate, die restlichen 20% sind der Ausgangsbetrag für die monetäre Bemessung gemäß Zielerreichung. Will heißen: bekomme ich im Jahr 100 Euro als Jahreszielentgelt, erhalte ich 80 Euro davon verteilt auf 12 Monate. Mit meiner Führungskraft handle ich Ziele und Zielemessungspunkte aus. Bei einer Zielerreichung von 100% erhalte ich 20 weitere Euro Gehalt. Bei einer Ziererreichung von z.B. 120% erhalte ich 24 Euro und bei einer Zielerreichung von 80% erhalte ich 16 Euro.
Man sollte jetzt meinen, dass die 17 Betirebe ein Zielesystem nach einheitlichen Eckdaten und Verfahren durchführen.
Nahahein, da könnte ja jeder kommen!!!!!!
17 Betriebe, 17 Systeme. Und mit "System" meine ich: Tarifliche Regelungen (80/20; oder 85/15; oder Vertrieb/Nichtvertrieb,...), prozessuale Durchführung (wer erstellt wann wo Ziele, wie werden sie erfasst, gemessen und wann ausgewertet, wer gibt sie wann wie frei) und IT-technische Datenerfassung und -verarbeitung. Wobei ich jetzt lange überlegt habe, ob ich überhaupt "IT" schreibe. Denn manche Betriebe arbeiten auch noch auf Papier.
Uff.
Soll ich auch noch was über betriebliche Altersvorsorge erzählen?
bartynova - 16. Sep, 17:18
Nach fünfeinhalb Wochen im neuen Job kann ich folgendes feststellen:
- langweilig ist es nicht
- dafür häufig undankbar
- das Emailpostfach quillt gnadenlos über
- die Aufgabenlage ist unübersichtlich
- die Chefin ist ein Arbeitsmaniac
- der Aufgabenanteil, den ich von den bisher zwei vorhandenen Kolleginnen übernommen habe, macht ungefähr 10% von meinen gesamten Aufgaben aus
- damit bin ich nicht die Entlastung, die die zwei sich zurecht gewünscht hatten...
- Pensionsfonds aus der bezahlerischen Betreuungsicht sind mir langweilig
- Excellisten auch
- über Wissensmanagement will ich gar nicht reden
- ich glaub, ich brauch 'nen dritten Bildschirm
bartynova - 16. Sep, 15:17