Neues Allheilmittel gefunden!
Heute aus dem Munde von Frau Bildungsministrin Hmmm-Hmmm (ich habe gar keine Lust, diesen Doppelnamen zu recherchieren) aus dem Saarland im Radio gelernt:
"Die demografische Rendite"
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie rechnet optmitisch vor:
"Finanziert werden kann das Reformpaket, indem die durch die rückläufigen Schülerjahrgänge kurzfristig möglichen Ausgabensenkungen im Bildungssystem verbleiben. Diese "demografische Rendite" beläuft sich bereits im Jahr 2009 auf etwa 5 Mrd. € und steigt bis zum Jahr 2020 auf etwa 16 Mrd. €."
Hingegen sagt der Informationsdienst Wissenschaft, dass wir nicht auf diesen Effekt warten sollten:
"Wer erst wartet, bis die Altersgruppen kleiner werden, um dann freiwerdende Ressourcen einzusetzen, wird keine demografische Rendite erzielen, sondern demografische Fehlinvestitionen zu verkraften haben. Es werden deswegen viele Betriebe, insbesondere kleinere Unternehmen, ihren Arbeitskräftebedarf nicht decken können. Sie werden dann schließen oder abwandern müssen.
Wer dies nicht glaubt, kann ja noch einige Jahre warten und sich dann die Entwicklung erst in den neuen Ländern anschauen."
Und Herr Brähmig, seines Zeichens Oberbürgermeister von Hoyerswerda, sagt dazu pragmatisch:
"Nun, diese demografische Rendite ist für mich eigentlich ein Unwort. Die Wahrheit ist, dass Schrumpfung für die Kommunen Mehrkosten, Mehrbelastungen, völlig neue Aufgaben auslöst. [...] . Wenn wir keine Kinder haben, dann arbeiten wir eigentlich an den Krediten der Zukunft. [...] Also das einfach und allein ökonomisch zu sehen, ist falsch, das ist aus meiner Sicht auch sehr, sehr kurzsichtig, das ist mehr als kurzsichtig. Demografische Rendite ist vielleicht auf den Tag ausgelegt, aber nicht auf die Zukunft. "
"Die demografische Rendite"
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie rechnet optmitisch vor:
"Finanziert werden kann das Reformpaket, indem die durch die rückläufigen Schülerjahrgänge kurzfristig möglichen Ausgabensenkungen im Bildungssystem verbleiben. Diese "demografische Rendite" beläuft sich bereits im Jahr 2009 auf etwa 5 Mrd. € und steigt bis zum Jahr 2020 auf etwa 16 Mrd. €."
Hingegen sagt der Informationsdienst Wissenschaft, dass wir nicht auf diesen Effekt warten sollten:
"Wer erst wartet, bis die Altersgruppen kleiner werden, um dann freiwerdende Ressourcen einzusetzen, wird keine demografische Rendite erzielen, sondern demografische Fehlinvestitionen zu verkraften haben. Es werden deswegen viele Betriebe, insbesondere kleinere Unternehmen, ihren Arbeitskräftebedarf nicht decken können. Sie werden dann schließen oder abwandern müssen.
Wer dies nicht glaubt, kann ja noch einige Jahre warten und sich dann die Entwicklung erst in den neuen Ländern anschauen."
Und Herr Brähmig, seines Zeichens Oberbürgermeister von Hoyerswerda, sagt dazu pragmatisch:
"Nun, diese demografische Rendite ist für mich eigentlich ein Unwort. Die Wahrheit ist, dass Schrumpfung für die Kommunen Mehrkosten, Mehrbelastungen, völlig neue Aufgaben auslöst. [...] . Wenn wir keine Kinder haben, dann arbeiten wir eigentlich an den Krediten der Zukunft. [...] Also das einfach und allein ökonomisch zu sehen, ist falsch, das ist aus meiner Sicht auch sehr, sehr kurzsichtig, das ist mehr als kurzsichtig. Demografische Rendite ist vielleicht auf den Tag ausgelegt, aber nicht auf die Zukunft. "
bartynova - 23. Okt, 09:40
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