Geschlossene Kapitel

Mittwoch, 7. September 2011

Ich könnte... aber wozu.

Eine letzte Jenny-Geschichte.

Gestern Abend auf der Arbeit hatte ich eine Email geschrieben, bezogen auf ein konkretes Problem aber verbunden mit einem allgemeinen Vorschlag. Die Email ging an Jenny, die weiteren direkten Kolleginnen sowie die Chefin. Ich behaupte, dass meine Formulierungen kollegial zu vertreten waren.

Es stellte sich am nächsten Morgen heraus, dass ich bei dem konkreten Problem einem Irrtum unterlegen war. (Bei dem generellen Vorschlag nicht.)
Auf mein Missverständnis machte mich Jenny aufmerksam, mit einer Email, welche ich morgens in meinem Postfach fand.

Ihr Schreibstil war so unglaublich pampig, unfreundlich und beleidigt (nicht zu verwechseln mit beleidigend), dass ich schlagartig Puls bekam. Richtig Puls. Ich war auf 180.

Ich ging mir dann erstmal ein Wasser holen, Bewegung baut ja Adrenalin ab.
Dann ging ich zu meiner Lieblingskollegin, um ein anderes Thema zu besprechen.
Dann zurück an meinen Tisch. Schrieb eine sehr kurze Entschuldigungsemail an Jenny für das Missverständnis.
Ich hatte immer noch Puls. Aber es wurde besser. Und ich überlegte, was ich ihr zu ihrer Mail auf der direkten Tonspur antworten möchte.

5 Minuten später kommt meine Lieblingskollegin zu mir ins Büro und macht etwas, was sie de facto nie vorher getan hat: sie spricht von sich aus böse über Jenny.
Ich hätte Jenny offensichtlich mit einer Mail aufgeregt und sie sei den Morgen nur am Weinen gewesen und furchtbar aufgeregt und beleidigt.
"Wir sind doch hier nicht im Kindergarten!" sprach sie. Kann die nicht die zwei Schritte zu Deinem Büro machen, wenn Du morgens da bist, und direkt mit Dir sprechen? Die ist krank im Kopf, oder? Ich hab' die Zähne zusammengebissen und nichts gesagt. Diese Heulerei ist ja nicht zum aushalten, wie soll das denn weitergehen!?!"

Meine Lieblingskollegin hat so etwas noch nie vorher gemacht. Dass sie wegen Jenny so ihre Fassung verlieren konnte, öffnete mir die Augen:
Jenny geht es wirklich nicht gut. Die kann nicht anders. Seit 2007 schaue ich mir das an. Habe mich selber mit Bildermalen und Schreiben "therapiert", um die Bürosituation auszuhalten. Habe mich mit allem, was ich an Kommunikation kann, an ihr abgearbeitet. Habe im Blog geäzt, gebiestert, es mit Humor versucht, meinen Freundeskreis damit belastet.

SchlussEndeAus.
Ich werde meinen Puls runterfahren und Jennys unmögliche Antwort schlicht emotional komplett ignorieren. Das macht das Arbeitsverhältnis zwar nicht besser, denn das Ignorieren solch einer Mail nimmt Jenny auch als Beleidigung wahr. Und mit neutraler Sachlichkeit kann sie auch nicht.
Indem ich aber über die Mail mit ihr spräche, würde ich ihr nur noch mehr Tränen und emotionalen Aufruhr zufügen - das nutzt genauso Null. Und ich bringe den direkten Angriff nicht mehr übers Herz.

>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>Kapitel Ende<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Montag, 29. August 2011

Von Menschen und Autos... oder so...

Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich in einer telefonisch durchgeführten Konferenz, weil die ungefähr 15 Beteiligten an unterschiedlichen Standorten sitzen.

Die Hauptperson (el Chefe) fehlt (noch).

Sagt eine der Teilnehmerinnen in die Runde: "Ich geh mal eben runter nachschauen was sie macht."
Sagt Jenny: "Das brauchen Sie nicht, Frau äh, Frau äh... Steht nur das andere Auto da!!!"

Hä???

Freitag, 12. August 2011

dieser unvergleichliche Gebrauch von beschreibenden Wörtern und Interpunktion....

Barty: "Wie, die Wirtschaftsprüfer kommen nächste Woche, und Hedwig ist krank???"
Jenny: "Ja". *schnauff* "Babett ist auch schon fürchterlich nervös." *schnauff*
Barty: "Habt ihr versucht, sie telefonisch zu erreichen?"
Jenny: "Babett. Aber Hedwig ist natürlich nicht dran gegangen!!"
kann man auch unnatürlich nicht....? lassen wir das.
Barty: "Hm, das könnte für nächste Woche ungünstig werden."
Jenny: "Die ist ja schon seit DIENSTAG krank!!!!!!!!!!!!!!!!!! ObwOHl sie URlaub hatte!!!!" *schnauff*
achtung, drama
Jenny: "Aber sie rief gestern an." *schnauff* "Die war ja tooootaaaal geschockt, dass ICH dranging! Die wEIß doch, dass Babett kurz nach 12 meistens Mittag macht!!! Wieso ruft die denn da an???!!!???" *schnauff* "Ich war auch total erschrocken!!!"*schnauff*
Barty: "Und, hat sie gesagt wie es aussieht wegen nächster Woche?"
Jenny: ......
Jenny: "Nein, ich war so geschockt, dass ich sie nicht gefragt habe. Und sie war ja auch total geschockt!!! *kicherschnauffängstlichguck*"

Mittwoch, 10. August 2011

Olfaktorisch ebenfalls beeindruckend

Seit ca. zwei Wochen hatte ich immer mal wieder, wenn ich den Bürogang runterging, einen Anflug von "muffig". Dies fiel mir allerdings nur dann auf, wenn ich in den Feierabend ging, sprich wenn keine anderen Menschen mehr im Büro waren, sodass es keine "Störgrüche" gab. (Essensgerüche in Großraumbüros.... wehe, da isst eine/r billiges Fertigfutter oder Preiswertfisch mit Fertigpanade.... aber das ist ein anderes Kapitel).

Und da ich abends grundsätzlich zügig das Büro verlasse ;-) habe ich nicht so genau meine Nase hingehalten, um herauszufinden, woher genau dieser Geruch nach Moder herkam.

Heute Vormittag stellte die Kollegin A., welche mit Jenny das Kämmerchen teil, fest, dass Jenny ihre Pflanze seit längerem komplett übergossen hatte. Daher also der muffige Moder.
Jenny goss daraufhin ihre Pflanze in der Küche ab, brachte sie zurück - und nun stinkt es natürlich noch mehr, da das umhüllende Wasser den Gesamteindruck nicht mehr bedeckt.

Kollegin A. sagte daraufhin: "Jenny, det kannste jetzt nicht so hier hinstellen, das stinkt ja jetzt noch mehr."

Jenny hat jetzt rote Flecken und einen Tränenausbruch und wir lüften alle quer (bei den Temperaturen....)

//
(Und wenn ich von "billiges Fertigfutter oder Preiswertfisch mit Fertigpanade" schreibe, dann kommt auch das gerne Mal aus dem Hause Jenny und Jonny. Hach, wo sind die Zeiten geblieben, in denen sich Jenny von Blumenkohl und Jonny von Brot ernährte..... Das war zwar akkustisch auch eine Herausforderung, aber wenn aufgegessen war, war wenigstens Schluss mit der Auswirkung auf die Umwelt).

Dienstag, 17. Mai 2011

Jenny lebt. Immer noch.

Schon lange habe ich nichts mehr über Jenny oder Jonny berichtet.
Liegt daran, dass ich mir das Schauspiel nur noch aus der Ferne anschaue. Naja, so fern ist es nun auch wieder nicht, gerade einmal über den Gang. Und unsere "Offenen Bürowelten" verfügen über Glaswände.

Allmählich kocht es gegenüber aber so hoch, dass es auch in mein Büro hineinschwappt in Form der neuen Bürogenossinnen von Jenny, die sich beschweren; über die Emospielchen; über die ständige Heulerei; über die intellektuelle Unfähigkeit; über die Spioniererei. Es ist wie ein Film, den ich schon 17 mal gesehen habe.

Es tut so gut, ein paar Dinge und Menschen um sich zu haben, die sich einfach nicht verändern :-) Gibt einem dieses Gefühl von Beständigkeit in diesen unwägbaren Zeiten der Veränderung :-)))

p.s. Ja, in Bartys Herz passt auch ein wenig Schadenfreude, aber nur wenig. Vor allem bin ich erleichtert, dass es wirklich nicht an mir lag, damals, als ich ihr komplett allein ausgeliefert war.

p.p.s.: ach ja, Jimmy hat jede mögliche Allergie, die man sich vorstellen kann.

p.p.p.s.: letztens jammerte Jenny darüber, dass sie ja nun wieder loshetzen und den Kleinen von der schrecklichen Oma abholen müsse. Sag ich "Na, warum gibst du ihn den zur schrecklichen Oma?" Sie "Weil er krank ist." Ich "Aber du hast doch eine bestimmte Anzahl von Tagen, die du im Jahr für dein krankes Kind verwenden darfst." Sie "Ja, 10, aber das ist ja sowenig, das muss ich mir aufsparen.
Ich "Und was ist mit Jonny, der hat doch auch noch mal so viele Tage?"
Sie "Nee, der ist privat versichert."
Ich "Ach, und wenn man privat versichert ist, bekommt man diese Tage nicht bezahlt?"
Sie "Hat er nicht in der Versicherung."
Ich "Die Versicherung hat er doch schon 2 Jahre VOR Jimmy abgeschlossen. Habt ihr da nicht nachgebessert, als der Kleine da war?"
Sie "Nein, zu teuer."
Ich "Das heißt, dass darfst alles du machen?"
Sie nickt leidend.

Ich weiß was die beiden verdienen. Es ist schier unglaublich.
Nein, ich habe wirklich kein, kein Mitleid, ich Böse, ich.

##Nachtrag##

Jonny, das Wiesel, tauchte im Büro auf, er hatte bei uns im Haus einen Geschäftstermin.
Wie der um Jenny runscharwenzelt ist........Und das honigsüße Herumgeflöte......"Meinst du, Schatzi, dass du Dir den Döner leisten kannst? Wir essen doch heute Abend noch warm, hm?"

No mery, no compassion.

Montag, 1. November 2010

Fremdschäm, trotz allem.

Wie es aussieht, steht Jenny ganz furchtbar unter der Fuchtel von Jonny:
"Schatzi, meinst du wirklich, dass du zum Mittag ein halbes Hähnchen willst? Hast du im Lotto gewonnen oder was?"
Der gönnt ihr gaaaaar nichts. Dabei verdient sie ihr eigenes Geld, seit 20 Jahren. Sie weint nur, um Büro.
Aber wehren kann sie sich nicht. Und weinte auch, als klar war, dass Jonny nicht mehr an unserem Standort arbeiten würde, sondern aufgrund einer Umorganisation nach Potsdam wechselen würde.

Ich sitze erste Reihe fußfrei und schaue den KollegInnen zu, wie sie versuchen, Jenny zu verstehen.....

Montag, 13. September 2010

...

Ich: "Konntest du schon die eskalierende Beschwerde bearbeiten?"
Jenny: "Neee *schnauf* heute Morgen ging privat vor Katastrophe!!! Bei Lidl hatten sie hellblau im Angebot, da musste ich ganz früh da sein, um überhaupt noch was abzubekommen!!! Hellblau ist doch soooo selten!!!"

Pause, weil Jenny durchatmen musste, und ich - auch durchatmen musste.

Jenny: "Und dann drängelte sich die ganze Zeit so eine alte Oma vor, aber die wollte doch eigentlich die Strümpfe!!! *schnauf* Naja, wenigstens hat eine dann einen der Bodys zurückgelegt, so konnte ich zwei mitnehmen."

ich fand dann später im Gespräch heraus, dass es um Strumpfhosen und Strampler für Jimmy in 86 und hellblau ging...

Mittwoch, 8. September 2010

Vorhang auf.

Es ist soweit. Nachdem Jenny vor vier Monaten aus der Elternzeit zurück in den Betrieb gekommen ist - gab es heute den ersten beleidigten Tränenausbruch am Arbeitsplatz mit Trösterchen von Jonny.

Bühne frei, sie ist wohl wieder auf Pille Emokurs.

Sonntag, 9. Mai 2010

okay, das ist jetzt sehr privat....

Nackig und mit leerem Magen 89,8 kg auf der Waage!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Die U-90 sind genackt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Freitag, 7. Mai 2010

Mal schaun, wie sich das entwickelt......

Jenny is back.

Die Pointe: ich darf ein Thema an sie abgeben - YEAH!

bartynova

"Je länger man vor der Tür zögert, desto fremder wird man." (Franz Kafka)

.

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http://abouthealth.at/ (Gast) - 18. Sep, 06:31
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zwei Koffen gehen auch
Hilfe beim Packen könnte es bedeuten einfach einen...
Fuchs (Gast) - 25. Apr, 19:01
ich habe ja eher "still"...
ich habe ja eher "still" Anteil genommen - wünsch...
Sternenstaub - 17. Feb, 18:21
Alles Gute wünsche...
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