Emo

Donnerstag, 19. November 2009

keine Zeit...

... zum bloggen.
arbeiten. arbeiten. arbeiten.
kopfweh haben.
mit freunden treffen oder telefonieren.
weihnachtsvorbereitungen treffen.
müde sein.
arbeiten.

und auch wenn ich dadurch mehr Zeit zum packen habe, freue ich mich nicht, dass ein termin abgesagt wird, auf den ich mich wirklich wirklich gefreut habe:
"Sehr geehrte Damen und Herren,
leider erreichte uns gerade die Nachricht, dass die Referentin erkrankt ist. Aus diesem Grund müssen wir das HgP Regionalmeeting heute Abend leider absagen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen
**"

Montag, 19. Oktober 2009

Achtung, mega-Emo.

Heute ist mal wieder eher ein "Jeder stirbt für sich allein"-Tag als ein "Alles wird gut"-Tag.

...ja, ich bin nicht gut drauf grad. Ziemlich traurig sogar. Vermischt mit "Alles scheiße, Deine Elli".

Durch Zufall wurde ich darauf gestoßen, dass ich ganz schön weit weg bin, geografisch wie auch emotional. Was kein Vorwurf ist, sondern eine schlichte Feststellung und aufgrund äußerer Umstände nicht verwunderlich. Und daher ist es auch nicht schlimm. Einfach nur traurig für mich, die ich gerne emotional nahe bin und lerne, dass das nicht immer geht und wohl auch nicht immer zweckdienlich ist.

Desweiteren hatte ich kürzlich noch mal ein Erkenntnistief in Bezug auf die Abwicklung meiner Ehe und meinen Status in dieser Ex-Beziehung (dumme Kuh, die solange wie möglich zu melken ist). Ausgelöst wurde es durch die Tatsache, dass die Anwältin der Gegenseite 6 Wochen lang nicht zurückgerufen hat, zwecks Zeitverstreichung. Ich muss ja mehr oder weniger zahlen bis zur tatsächlichen Trennung. War nicht schön, festzustellen, dass ich zu dämlich und gutmütig war und jetzt auf einen juristischen Mietzahlungsanspruch reduziert werde. Ob sie mich aus anderen Gründen als dem der lebenslangen Versorgung geheiratet hat? Ich enthalte mich momentan der Antwort.

Weil ich deswegen ständig in Tränen ausbrach, habe ich dem Chorwochenende abgesagt. Die Chorleiterin war naturgemäß nicht erfreut. Und ich musste mal wieder über mich lernen, dass ich ein Weichei bin und in Sachen „Zähne zusammenbeißen“ noch einiges dazuzulernen habe. Außerdem habe ich dazugelernt, dass auch jenseits des Arbeitsverhältnisses das eigene Rollenverständnis immer wieder abgeglichen werden muss mit den anderen Protagonisten. Das ist anstrengend und nervtötend. Es bringt aber auch frühzeitige Klarheit und damit die Möglichkeit, frühzeitig den Kurs zu korrigieren. Auch in privaten Bereichen.

Fazit:
Ich bin menschlich, ich baue Scheiße, pardon my french. Aber so wie ich anderen Menschen ein Recht auf Scheißebauen einräume, darf ich es auch. Ich muss mich nicht immer aktiv um Konsens bemühen und die Gutmütige sein. Ich kann mein missratenes Bauwerk erklären, mich entschuldigen und anbieten, durch zukünftiges Verhalten Vertrauen aufzubauen. Ich kann aber auch entscheiden, dass es genug ist mit Konsens, Kompromiss und Gutmütigkeit. Wenn jemand anderes dann keine Lust hat auf Konsens – muss ich nur soweit verhandeln, wie es mir die Sache wert ist.

Klingt das trotzig? Von mir aus (auch das klingt trotzig, eh klar :-)).

Insgesamt besteht aber Hoffnung :-) Letztens in einem Seminar zur Kundenorientierung lernte ich: „Bewusstsein schafft Handlungsspielraum“. Bedeutete in dem Zusammenhang: Durch das Mir-Bewusst-Machen einer Situation erreiche ich, dass ich nicht in die Urreflexe meines Steinzeithirnareals falle und unbedacht reagiere (Angriff, Flucht, Starre) sondern das Sichtfeld offen halte für Optionen und damit flexibel bleibe.

Zur weiteren Bewusstseinserweiterung mach' ich mir jetzt erstmal 'nen Tee :-)

Dienstag, 22. September 2009

Ich bin immer noch nicht.

Ich selbst. Drüber weg. Gelassen in der Ex-Angelegenheit. Bereit, mir selbst zu verzeihen und zu sagen: ich mach’s in Zukunft besser. Bereit zu sagen, dass es keine Verschwendung war, auch nicht die letzten vier Jahre der Beziehung. Nein, bin ich immer noch nicht.

Hintergrund für diesen Emobeitrag: ich bin mit meiner Mens überfällig. Meine Eingeweide zwicken aber schon die ganze überfällige Zeitspanne lang. Insbesondere rechts unten.
Da fällt mir plötzlich wieder ein, wie es vor knapp zwei Jahren gezwickt hat, auch unten rechts, irgendwie ähnlich. Und da musste ich dann recht plötzlich operiert werden – Zysten an den Eileitern, hieß es. Wenn ich das nicht behandeln lassen würde, könnte ich womöglich nicht mehr schwanger werden, hieß es.

Es kann jetzt gut sein, dass es mich einfach nur zwickt, weil ich überfällig bin (respektive „war“, denn soeben ging die Mens los).
Aber plötzlich überkommt mich große Angst und Trauer, dass ich vielleicht wieder so was habe.
Und das ich vielleicht keine Kinder mehr kriegen kann.
Dass ich zulange gewartet habe mit der Trennung.
Dass ich meine Zeit mit der Ex vergeudet habe.
Der ganze Langmut, die viele gutmütige Geduld, und die Sorge, dass ich sie nicht einfach verlassen kann, denn dann stünde sie ja im Regen, wenn ich ihr die Existenzgrundlage entziehe.

Wie großkotzig und dämlich ich war. Und nun stehe ich unter der Dusche und heule, weil ich die Sorge habe, dass mein „Nicht früh genug realistisch und ehrlich genug handeln“ die Konsequenz haben könnte, dass ich nicht Mutter werden kann. Weil ich mich zu spät getrennt habe von einer, mit der das sowieso nichts werden konnte. Was ich im Grunde schon 2004 wusste und auf das ich in 2005 auch noch mal kräftig mit der Nase gestoßen wurde. Und was sich auch in 2006/7/8 nicht änderte.

Dass ich nicht früher auf mein Bauchgefühl gehört habe, welches mir sagte, dass das Ding mit der EFF ein Ex-Ding werden würde - dafür könnte ich mich immer noch selber so in den Arsch treten.

//
Nachtrag, 23.09.2009 19:56
Habe mich inzwischen wieder etwas beruhigt. Sch*ß menstruationsbedingtes Hormontief.
War heute Abend bei meiner Allgemeinpraktischen, habe mich abtasten lassen. Es ist tatsächlich was eindeutig lokalisierbares, einmal Ultraschall, bitte. Morgen mach' ich Termin.

Dienstag, 15. September 2009

emo²

Was ist bloß los? Mit mir, in diesem Fall? Seit Taaaagen wenn nicht gar seit Wochen bin ich müde, schlapp, unkonzentriert, sehr leicht ablenkbar. Immer wieder mal ist mir auch schwindelig.
Anders ausgedrückt: ich schwächel.
So kenn ich mich gar nicht.

//genervt den Kopf schüttel

Mittwoch, 19. August 2009

Wie geht das?

"Wie kann ich mit Wut, Trauer und Enttäuschung umgehen?" Das ist die Frage, die mich zur Zeit beschäftigt, nachdem ich vor kurzem begonnen habe, mit meiner Anwältin die tatsächliche Scheidung vorzubereiten.
Ich hätte nicht gedacht, dass mich diese "Angelegenheit" jetzt, ein Jahr nach der Trennung, noch so beschäftigen würde...

Wie kann ich negative, aggressive Gefühle kanalisieren und loslassen, sodass sie mir nicht mehr den Schlaf rauben? Merkwürdig, dass ich so ratlos vor dieser Aufgabe stehe...
Dies ist jedenfalls was ganz anderes als miese Kindheitserlebnisse und -gefühle aufzuarbeiten, das ist mal sicher. Dies ist nicht rückblickend, dies ist nicht "lerne, Klein-Barty lieb zu haben", sondern dies ist so richtig "Hier und Jetzt" und hat mit mir hier und heute zu tun. Ich schätze, in dem Unterschied ist auch meine Ratlosigkeit begründet. Denn so starke negative Gefühle hatte ich im Hier und Jetzt Leben bisher nicht.

Ich weiß, was ich so alles tun kann, wenn ich mich freue, vor lauter positiven Gefühlen überschäume... aber wohin mit der Wut etc.?
Vorschläge:
  • Sport?
  • Essen?
  • Action Filme?
  • Feel Good Movies?
  • Könnte es helfen, mir analog zu einer Art Gedenkstätte oder einem Grab einen Ort zu schaffen in dem Sinne, dass ich dort dieses Päckchen ausliefern kann?(Hey, die Idee ist gar nicht so schlecht! Ein Begräbnis veranstalten! Mit symbolischem Asche-in-die-Spree-streuen! :-))))
  • Mit der mbf telefonieren.... Hilft allermeistens.
  • Bachblüten?
  • ...
Offensichtlich habe ich hier noch was mit mir zu klären... Aber die Begräbnissache erscheint mir im ersten Angang überlegenswert...

Dienstag, 7. Juli 2009

Kein. Und Ein.

Ich bin kein Mensch für andauernde, unausgegorene Arbeitsbedingungen.
Ich bin kein Mensch für's Geschirr-mit-der-Hand spülen.
Ich bin kein Mensch für Fernbeziehungen.
Ich bin kein Mensch für unregelmäßige Schlafrhythmen.
Ich bin kein Mensch für die Großstadt.
Ich bin kein Mensch für Sport.
Ich bin kein Mensch für Machos.
Ich bin kein Mensch für fischige Händedrücke.

Manchmal kann ich mich besser mittels Ausschlussverfahren denn mit positiven Zusagen definieren.

Nachtrag, nachdem sich andere über mich wie über eine nicht Anwesende Gedanken machten...*grins* sehr lustig, das :-))

Ich bin ein Mensch für Nutellabrötchen mit Prosecco am Abend.
Ich bin ein Mensch für zu zweit im Bett schlafen.
Ich bin ein Mensch für's Fahrrad fahren.
Ich bin ein Mensch für viel Wetter.

Donnerstag, 25. Juni 2009

So, ...

... die Sache läuft.
Oijiojoi, bin ich aufgeregt! :-)))))

Gleich geht's los

Ich bin auf nervöse Art aufgeregt, denn heute gehe ich zur Anwältin, um die weitere Vorgehensweise in der Scheidungsangelegenheit Novitschka/EFF-itschka zu besprechen.
Wahrscheinlich heißt es gar nicht "Scheidung", sondern "Aufhebung der eingetragenen Lebenspartnerschaft"; so wie damals, als es nicht "Ehe" hieß und mich die Standesbeamtin fragte: "Frau Barty Nova, möchten Sie Ihren Antrag auf die Eintragung einer eingetragenen Lebenspartnersschaft mit Frau EFF aufrechterhalten?", und ich mit ca. 2 verdutzten Sekunden Verspätung reagierte...

Ich bin nervös, weil ich dazu neige, bei heftigen, zwischenmenschlichen Konflikten die schlechtest mögliche Variante zu erwarten.
Ich bin nervös, weil ich in meinem Leben bisher noch nicht so offen für mich gekämpft habe wie ich jetzt die Monate mehr und mehr tue - Neuland.
Ich bin nervös, weil ich nicht weiß was mich erwartet.

Dabei gehe ich doch jetzt erst mal nur zu meiner Anwältin :-))) "Die ist auf deiner Seite", möchte ich mir selber laut zurufen.
(Wie soll das erst werden, wenn es dann wirklich ernst wird und der Trennungsschrieb an die EFF rausgeht...)

Dienstag, 23. Juni 2009

Während des Schreibens dieses Beitrags...

...merke ich schon wieder, dass ich
a) immer noch betroffener bin, als ich dachte, und dass ich
b) mich schwertue, das auszudrücken, was ich meine.
Aber bitte, ich versuch's dennoch.

In Berlin steht wieder der Christopher Street Day an.
Das große schwullesbische Straßenfest war schon letztes Wochenende.
So ist das jedes Jahr in Berlin, seit 20 oder was Jahren: die zweite Junihälfte ist vollgestopft mit schwullesbischen/queeren Veranstaltungen.

Die Presse hat immer berichtet, und ich habe mich immer geärgert.
"Schwulenparade", "Schwulendemo", Schwulenhochzeit" - ich bin mit dem Leserbrief- und -emailschreiben gar nicht nachgekommen.
Denn mir ist es ein Anliegen, nicht schwul genannt zu werden. Weil ich nämlich den Begriff "schwul" als sehr männlich besetzt empfinde. Und ich bin nicht männlich, ergo nicht schwul.

Ich weiß nicht, warum das Nichtheterosexuelle verbal so stark in "männliches" und "weibliches" aufgeteilt wird. Historisch gibt es dafür bestimmt einen Grund, ich kenne ihn nicht. Was den täglichen Sprachgebrauch betrifft, ist es de fakto so:
homosexuelle Männer = schwul, homosexuelle Frauen = lesbisch.
Nicht dass mich das persönlich noch groß interessieren würde. Mir ist es inzwischen völlig egal, wer wen wie liebt und unter welchem Label. Ich werde hauptsächlich von außen immer wieder daran erinnert, dass ich nicht mehrheitlich kompatibel liebe und lebe.
Mir ist es allerdings nicht egal, dass ich im öffentlichen Bewusstsein nicht vorkomme. Es ist mir auch nicht egal, dass Homosexualität bzw. Nichtheterosexualität in der Öffentlichkeit hauptsächlich durch schwule Klischees abgebildet wird. Wo bleibt denn da die Vielfalt?
Denn so empfinde ich es, wenn ich unter einem Adjektiv subsummiert werde, dass massiv männlich besetzt ist. Ich finde mich da überhaupt nicht wieder. Nicht dass ich darauf Wert lege, gelabelt zu werden. Aber ich möchte zumindest ansatzweise als Bestandteil, als lebenswerte Variante dieser Gesellschaft wahrgenommen werden.
Ergo Leserbriefe und -mails.

Dieses Jahr hat der Berliner Sender "Radio Eins" endlich, endlich eine Formulierung gefunden, die auf dem Wege ist, allgemeiner und umfassender zu sein als die bisherigen: "Stück für Stück ins Homoglück".
Danke, dass ihr nicht mehr "Schwulenglück" sagt, danke. Mit "queer" und anderen Genderdiskussionen hat das zwar noch nicht viel zu tun, aber dennoch: danke.

Dienstag, 9. Juni 2009

ich darf gucken aber nicht anfassen

Super. Mein Yahoo-Account darf ich auf der Arbeit zwar anschauen, aber nicht bedienen. Ich sehe also passiv, quasi, aber kann nicht aktiv schreiben/antworten/löschen/verwalten.
Einen herzlichen Dank an meinen Konzernarbeitgeber an dieser Stelle dafür, dass er mir dieses zugegebenermaßen private Kommunikationsmittel zwar sperrt, damit ich nicht von der Arbeit abgelenkt werde, dafür aber nicht in der Lage ist, weder für unser Ticketsystem noch unser Wissensmanagement vernünftige Serverkapazitäten zur Verfügung zu stellen, damit die Performance mal von "dabei kannste ja die Schuhe besohlen" auf Stufe "dabei kannste ja ZWEI Paar Schuhe besohlen" steigt.
Jetzt habe ich also quasi noch mehr Zeit, um die Sanduhr zu beobachten, vielen Dank.

bartynova

Das Leben ist gar nicht so, es ist ganz anders.

es ist ...

ich bin gar nicht in...
ich bin gar nicht in der Vorweihnachtszeit da. *schnüff
bartynova - 20. Nov, 12:48
mmmh. bloed dann gibts...
mmmh. bloed dann gibts eine alternative: wir suchen...
viennacat - 19. Nov, 22:32
aaarrrggghhhh!!!!! das...
aaarrrggghhhh!!!!! das ist doch kein ernsthafter Lösungsvorschlag!!!!...
bartynova - 19. Nov, 19:17
aha. Aber das lässt...
aha. Aber das lässt sich ja ändern Auch eulen...
eule mit stirnrunzeln (Gast) - 19. Nov, 19:07
Hach
Der Trend geht ja immer mehr zum "extrabesonderen Weihnachtsmarkt"...
bartynova - 19. Nov, 18:58

was zieh' ich bloß an?

The WeatherPixie

rin in die Kartoffeln

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