In guten wie in schlechten Tagen,...
... das habe ich immer schon mit PartnerInnenschaft und FreundInnenschaft in Verbindung gebracht. Und automatisch habe ich es bisher so interpretiert, dass, wenn die andere schlechte Tage hat, ich sie nach bestem Wissen und Gewissen unterstütze, ihr aktiv zur Seite stehe.
Aber was, wenn ich schlechte Tage kriege? Und schlimmer noch, wenn ich sie kriege, weil die Partnerin schlechte Tage hat, und ich das nicht aushalte?
Einige Fragen, in der Hoffnung, den Kopf frei zu kriegen:
Diesen Reflex habe ich immer noch, dass ich Dinge/Eigenschaften/Wünsche, die mein ureigenstes Ich betreffen, als egoistisch mit deutlich negativer Note wahrnehme.
Aber was, wenn ich schlechte Tage kriege? Und schlimmer noch, wenn ich sie kriege, weil die Partnerin schlechte Tage hat, und ich das nicht aushalte?
Einige Fragen, in der Hoffnung, den Kopf frei zu kriegen:
- Wie weit geht Unterstützung in "schlechten Tagen"?
- Warum tue ich mich schwer damit, Unterstützung anzunehmen?
- Was wenn die Unterstützung, die ich geben kann, ihr nicht weiterhilft?
- Und was, wenn meine eigenen Wünsche nicht mit den schlechten Tagen der Partnerin zusammenpassen?
- Wann ist da die Grenze erreicht, und was tue ich dann?
Diesen Reflex habe ich immer noch, dass ich Dinge/Eigenschaften/Wünsche, die mein ureigenstes Ich betreffen, als egoistisch mit deutlich negativer Note wahrnehme.
bartynova - 15. Feb, 21:33
Allgemein: Ich weiß nun nicht was das Problem deiner Partnerin ist, aber wenn es einfach nur ein irrationales Tief ist (d.h. allgemeine und alles übergreifende Unzufriedenheit), dann kannst du ihr nicht helfen. Und das ist verständlicherweise für dich frustrierend. Erstens weil du nichts tun kannst und zweitens weil diese Laune leider sehr ansteckend ist.
Wenn es ein fassbares Problem ist, dann helfen, sofern sie es annimmt. Dann kann die Unterstützung nicht lang genug sein.
Es ist nicht egoistisch wenn man irgendwann genervt ist, weil der andere den ganzen Tag deprimiert ist.
Tja,...
Seit 4 Jahren nennt sie sich selbständige Handwerkerin, ist aber nicht mal in der Lage, ihre Werkstattmiete selber zu zahlen. Geschweige denn einen Beitrag zu unserem gemeinsamen Leben zu machen.
Und hat die Verantwortung für sich selbst an mich abgegeben. So empfinde ich das. Und es macht mich wahnsinnig.
Mir geht es dabei nur indirekt um die Finanzen, sondern das, was ich dahinter sehe: Unselbständigkeit und Verantwortung abgeben.
Ja, es gehören zwei dazu. Aber nachdem ich kapierte, dass mir das gar nicht gefällt, fing ich an, das zu sagen. Seit Nov 2006 rede ich zu/mit ihr deswegen. Deutlich. Und nach Ansage zahle ich auch ihre Werkstattmiete nicht mehr. Jetzt zahlt ihre Mutter.
Ich drücke mich in den Gesprächen deutlich aus. Aber es scheint bei ihr nicht anzukommen, dass es mich langsam und allmählich ernsthaft abtörnt. Ich kriege überhaupt keine Rückmeldung von ihr. Sie schweigt oder macht mir Schuldvorwürfe, dass ich ihr das Wasser abgraben würde.
Welches Wasser???
Ich bin ratlos. Vermutlich muss ich noch lauter und härter werden. Alles andere, was mir sonst so eingefallen ist, bin ich durch.