Dies, Das, Dort

Donnerstag, 29. November 2007

Bestellung

Ein Halbtagsjob als Bürokommunikationsallroundkraft in einem verbindlichen Unternehmen, max 3000 MitarbeiterInnen. Dazu nachmittags Gesangsunterricht geben und selber singen, in Kirchen und konzertanten Aufführungen.
Ein Kind, das sich prächtig entwickelt, und durch die Halbtagsarbeit bin ich zeitlich flexibel genug, auch noch selber erziehen zu können. Und die Frau Freundin hat auch genug Arbeit, sodass wir finanziell klar kommen.
Das wär's, liebe Weihnachtsfrau, Christkindlein, kosmischer Bestellservice.

In meinem Hirn raschelt es seit Monaten...

...wie in dem Käfig von einem Hamster.

Allzu lange halte ich diese meine Festanstellung nicht mehr aus. Aber wechseln will ich auch nicht:
a) weil ich nicht gegenüber Jenny und der Bürosituation klein beigeben will, wer bin ich denn, dass ich mich davon kleinkriegen lassen würde; außerdem mag ich die Arbeit an sich ganz gern; und
b) das Elterngeld wäre ziemlich gut, weil mein Konzern mich ganz ordentlich bezahlt, auch wenn ich noch gar nicht schwanger bin; und
c) zur Zeit wüsste ich auch gar nicht, wohin oder zu was ich wechseln wollte. Als Prozessmanagerin gibt es da ein paar Möglichkeiten: Unternehmensberatungsfirmen, mich selbständig machen als Beraterin, oder in einem Unternehmen arbeiten, dass sich ein eigenes Prozessmanagement leistet, größtenteils große Firmen.
Das will ich alles nicht. Ich will nicht mehr wichtig durch die Gegend fliegen, und als Selbständige sehe ich mich da nicht, und um wieder in einem großen Laden zu landen brauche ich nicht zu wechseln. Und Karriere in der Wirtschaft, das sehe ich auch nicht so.
Und anderes fällt mir zur Zeit nicht ein. Oder ich traue mich nicht es zu sagen, weil dann alle Welt lostönt, dass sei doch entweder unter meinem Niveau, Allroundkraft im Büro oder so, und überhaupt, wie schlecht man da bezahlt würde; oder es kommt "In der Kunst, da verdienste doch nichts, schau dir doch die Schnorrer und Rumkrepler an, und schon gar nicht als Quereinsteigerin in die Klassik. Mach mal lieber das sichere weiter, das mit der Kunst ergibt sich dann schon".
___ Ja Klar ___

Ich kriege keine Ruhe in das Thema. Denn die Bürosituation schafft mich.
Am liebsten würde ich gleich morgen erfolgreich schwanger werden, dann wäre das ganze definitiv zeitlich befristet.
Nein, ich weiß, ein Kind zu bekommen als Auswegslösung ist eine gaaaaaaanz schlechte Voraussetzung
Inzwischen bin ich so kirre, dass ich manchmal vergesse, was zuerst da war, Kinderwunsch oder Änderungswunsch.
Und die Frau Freundin ist auch noch nicht so entschieden, ob ja oder nein. Da möchte ich nicht morgen nach Hause kommen und sagen, "Ach so Schatz, übrigens, ich bin schwanger."

Ich kriege keine Ruhe, ich brauche eine Veränderung. Da führt kein Weg dran vorbei.

Untertourig

Heute musste ich mal wieder zur Blutabnahme, für Schilddrüsenunterfunktion und anderes Zeugs.
Das bedeutet:
ohne Espresso mit Sojamilch und ohne die tägliche Hormondosis früh, im kalten und dunklen aus dem Haus, eine Stunde beim Arzt sitzten, bis es endlich gepiekst hat - und dann trotz 9:20 Uhr in diesem verpennten Spätaufsteher-Kreuzberg kein offenes Cafe mit Soajmilchangebot finden.

Ich fühle mich wie neben der Spur heute.

Mittwoch, 28. November 2007

Kategorie: Dinge, die es bei mir zu Hause so nie gäbe

Heute war ich in der Konzerneigenen Kantine schräg gegenüber.
Alles neu renoviert, gar kein 70er Jahre Schick mehr.

Küche wie immer bei Muttern, wenn auch nicht wie bei meiner Mutter:
Menü 1: Schaschlikspieß mit Karteffelpü
Menü 2: Schlachtplatte mit Kassler, Blutwurst und Jägerwurst an Kartoffelpü und Sauerkraut
Menü 3: Rumsteak mit Kartoffelpü und dunkler Soße

WOW. Ich hatte Menü 2, und kann es immer noch nicht fassen. Ich glaube ich platze. Aber vorher lege ich mich eine Runde unter den Schreibtisch. Der Magen drückt so auf die Augen :-)

Mittwoch, 21. November 2007

Ich werd' alt.

Die Mädchenmode diesen Winter beinhaltet große, plüschige Ohrwärmer. Manche wirken fast schon wie Plüschhasen. Gerne angezogen werden diese Ohrflokatis mit nabelkurzen Michelin-Männchen-Jacken und ultrakurz angeschnittenen Hüfthosen.

Montag, 19. November 2007

...

"Die Menschen hier sind von einer gelassenen Heiterkeit", sprach Herr Milberg als letzten Satz in dem Beitrag. Außerdem brach er Lanze für die Gastfreundlichkeit der Norddeutschen. Danke dafür, dass das mal gesagt wurde.

Freitag, 16. November 2007

Die Wüste äh Stadt lebt!!!

Steh ich unbehelligt, unschuldig, nichts böses ahnend und leicht in Gedanken versunken auf dem oberen Gleis vom U-Bahnhof Nollendorfplatz und stiere schaue auf den großen Wohnblock, der da steht.
Und was muss ich mitansehen???
Ein ausgewachsener Bussard segelt durch die Lüfte, ergreift im Flug! eine Taube und gleitet im großen, schwungvollen Bogen samt Beute auf das Dach von dem Wohnblock.
Ca. 17 Stadtkrähen, diese Aasgeier, folgen.

Und niemand außer mir hat's gesehen.

Donnerstag, 15. November 2007

...

Habe überlegt, den Begriff "Bionade-Biedermeier" in meine T-Shirt-Sprüchesammlung aufzunehmen (um den Markt bedienen zu können und so laberschwätz).
Habe dann doch davon Abstand genommen. In die Kerbe will ich nicht hauen, weder pro noch contra. Denn bei allem pro/contra - bin ich nicht genauso auf der Suche nach einem guten Weg, für mich, für die Frau Freundin und mich, für die Kinder, die ich vielleicht haben werde?

Interessant finde ich an der Stelle allerdings den Satz "Zwar ist Milieubildung ein normales soziales Phänomen, weltweit sortieren sich die Menschen nach Lebensstil, Bildung, Vermögen – das Besondere am Prenzlauer Berg aber ist, dass er nicht wahrhaben will, dass er ganz anders ist, als er zu sein glaubt." (achter Absatz Seite 4)
Geht das, so zu sein wie z.B. Bonn, sich aber zu fühlen wie z.B. X-berg 61 oder Altona?

Habe im Zuge dieser Überlegungen den Begriff "Gentrification" kennengelernt. Auch interessant.

Tageshoroskop aktuell:

"LÖWE: Sie werden Schwierigkeiten im Umgang mit Ihren Mitmenschen haben und sich absondern, um Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen, vor allem im Berufsleben. ..."

Ha! Horoskope! Humbug! Ich bin nämlich heute ganz allein im Büro, also niemand da, mit dem ich Schwierigkeiten haben könnte. So there.

...

Wie kommt, dass wenn ich immer dicker werde, meine Hosen immer kürzer werden???

bartynova

"Je länger man vor der Tür zögert, desto fremder wird man." (Franz Kafka)

.

Im happy I finally registered
If you want to obtain a good deal from this paragraph...
http://abouthealth.at/ (Gast) - 18. Sep, 06:31
DHL = Dauert Halt Länger
ich bins leid mit DHL da sitzt man zuhaus und wartet...
Bone (Gast) - 21. Dez, 12:55
zwei Koffen gehen auch
Hilfe beim Packen könnte es bedeuten einfach einen...
Fuchs (Gast) - 25. Apr, 19:01
ich habe ja eher "still"...
ich habe ja eher "still" Anteil genommen - wünsch dir...
Sternenstaub - 17. Feb, 18:21
Alles Gute wünsche ich...
Alles Gute wünsche ich dir. Und danke, dass du einen...
testsiegerin - 16. Feb, 15:37

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