Montag, 11. Juni 2007

...

Meine beiden Arbeitskollegen machen mich platt. Also im Sinne von "sie schaffen mich".

Und beide profitieren von mir. Für Problembesprechungen zwecks Lösungsfindung bin ich immer zu haben - und mache damit deren Arbeit! Wie doof kann ich sein???
Dass Chefs so was machen - geschenkt. Aber Kollegen? Und klar, sie geben mir dafür keinen credit im Sinne von "Frau Bartynova hat vorgeschlagen..." oder so.

Ja, werden manche sagen, das ist aber normal so.
Nee, sage ich, das habe ich bisher in 15 Jahren des Arbeitens nicht erlebt. Zumindest nicht in diesem Ausmaß und dieser Konsequenz. Mag auch daran liegen, dass sie im als Paar auftreten.

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Als sie sich heute mit Handschlag in den Feierabend verabschiedeten, guckte die Neue mich nicht an, kein bischen, sondern starrte beim Händeschütteln die ganze Zeit auf meinen Bildschirm.
Fragte ich sie, warum. Während sie ein "Ach, ich war in Gedanken schon woanders" stammelte (wie unfreundlich ist das denn?), nahm ihr Freund und unser gemeinsamer Kollege sie tatsächlich ein wenig auf's Korn, indem er sagte: "Biste neugierig, was?"
Woraufhin sie doch recht giftig guckte.

Die Dynamik in diesem Büro ist der Hammer.

*note to myself: less talking, more distracting*

Sonntag, 10. Juni 2007

Kurz vor Ende der Vernunft

Vorgestern spät abends haben die Menschen, die unter mir wohnen, vor der Tür einen Mann zusammengeschlagen und den Hund auf ihn gehetzt. Danach sind sie zurück in die Wohnung und haben sich übergeben.
Dann kam die Polizei.
Gestern spät abends haben dieselben Menschen auf dem Balkon mit lautem Punkrock gefeiert, gepöbelt und Bierflaschen nach Passanten geworfen.
Dann kam die Polizei.
In dieser Woche habe ich demnach - mal wieder - in 5 von 7 Nächten keine ordentliche Erholung gefunden. Das geht jetzt seit Oktober so.
Dafür wurde ich heute morgen vor 7 schon wieder von besagten Mitmenschen geweckt, weil die nämlich gerne mit einem harten Gegenstand sämtliche Wände der Wohnung abklopfen abhämmern und dabei "aufstehen" brüllen.
Ob ich Menschen, die aussehen wie Straßenpunker, noch wertfrei anschauen kann? Nein, muss ich sagen, aus dem Bauch heraus, ich kann das nicht mehr. Allmählich verlässt mich Toleranz, Geduld und Respekt vor der Individualität.
Hinzu kommt inwzischen auch Angst.
Es ist erstaunlich, bei anderen Hausbewohnern die Reaktionen und Aktionen zu beobachten.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich durch den Anblick mehrerer PolizistInnen mit Rammbock mal erleichtet fühlen würde.
Aber auch das hilft alles nichts. Die Menschen leben da weiter, machen weiter Terror, die Hausverwaltung macht überhaupt gar nichts, der Hauswart verzieht sich, wenn er besagte Mitmenschen sieht.
Ich schätze, obwohl ich erst im Oktober hier eingezogen bin, dass ich wieder umziehen werde.
bartynova, betrübt und kurz vor Ende von zivilem Verhalten

Mittwoch, 6. Juni 2007

Heute im Bus belauscht:

"So, dies ist jetzt also dein neuer Kiez."
"Ja, das ist mein neues Jagdrevier."

Kiez = Jagdrevier - war mir neu

Dienstag, 5. Juni 2007

Stöckchen sind wie Fragebogen in Frauenzeitschriften:

frei nach dem Motto "Der Tag hat sein Potential noch nicht voll ausgeschöpft" hier ein heutiger Zeitvertreib meinerseits:

Gebunden oder Taschenbuch?
egal. Wobei... im Bett und auf Reisen lieber Taschenbuch wegen Gewicht.

Amazon oder Buchhandel?
Support your local book dealer!

Lesezeichen oder Eselsohr?
Buch: Lesezeichen. Zeitschriften: Eselsohr

Ordnen nach Autor, nach Titel oder ungeordnet?
Das ist ein Thema, welches in meinem Haushalt schon öfters zur Diskussion stand!!!
Ich sortierte früher nach Farbe. Jawoll!!! Und ich stehe dazu. Außerdem gab es im Regal eine kleine Ecke und auch eine kleine Bucherhebung neben meinem Bett mit dem neu erworbenen. Ich hatte die Übersicht.
Jetzt hat meine Frau Freundin alles nach Autoren sortiert - und ich finde nichts wieder.
Der Berg neben meinem Bett ist dadurch nur angewachsen.

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
Behalten. Verschenken. Verkaufen. Es wird sonst einfach zu viel.

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?
Ignoriere ich und verwende sie normalerweise als Lesezeichen. Das wiederum bringt die Frau Freundin auf die Palme.

Kurzgeschichten oder Roman?
Sehr gerne Kurzgeschichten. Aber auch Romane.

Sammlung (Kurzgeschichten von einem Autor) oder Anthologie (Kurzgeschichten von verschiedenen Autoren)?
egal.

Harry Potter oder Lemony Snicket?
äh... ich geb's zu: wer ist Lemony Snicket?

Aufhören, wenn man müde ist oder wenn das Kapitel endet?
Inzwischen aufhören, wenn müde, weil ich mich sonst nicht mehr erinnere. Früher bis zum umkippen und dann noch weiter. Mit meinen Eltern habe ich immer gefeilscht: "Bis zum nächsten Absatz!"

"Die Nacht war dunkel und stürmisch" oder „Es war einmal"?
Dunkel? Stürmisch? Nacht? Ich bin dabei.

Kaufen oder Leihen?
Kaufen, leihen, borgen, tauschen. Support your local Bücherei!

Neu oder gebraucht?
siehe oben

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?
depends. am liebsten eigenes Stöbern. Rezensionen geben Anregung zum stöbern. Empfehlungen werden in Zusammenhang mit der empfehlenden Person beurteilt. Bestsellerlisten meide ich.

Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
egal.

Morgens, mittags oder nachts lesen?
immer, wenn dazu Zeit ist.

Einzelband oder Serie?
egal

Lieblingsserie?
Stadtgeschichten. brand eins (ich weiß, is' #ne Zeitschrift. Hat aber was textuelles, fortlaufendes und anregendes).

Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?
Alfred Lobel: Bei Eule zu Hause.

Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?
Alan de Boton: Kunst des Reisens

Welches Buch liest du gegenwärtig?
Ein Buch über Loft-Architektur

Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
nee, da könnte ich mich nicht entscheiden. (Immer diese "Drei-Dinge-Für-Eine-Insel" Fragen)

Langeweile im Büro...

...in Verbindung mit einem Internetanschluss :-) Und niemand, der mir auf den Bildschirm schaut :-).
Zum Zeitbertreib nach dem Mittag, da soll man ja sowieso nicht so hart arbeiten, hier ein paar aufgegriffene Stöckchen und Antworten aus dem Bauch heraus:

1.) Wo ist dein Handy?
Heute rote Tasche vorne links, morgen könnte die Antwort auch heißen "weiß nicht"
2.) Dein/e Partner/in?
Ja, gibt'es. Irgendwo unterwegs in Berlin
3.) Deine Haare?
Dunkle Schnittlauchlocken. Aber ich nehme jetzt Braunhirsemehl :-)
4.) Deine Mama?
Ist eine drollige Person, die manchmal aus sich selber austritt. Sehr munter. Als Handelsvertreterin in Deutschland zu Hause.
5.) Dein Papa?
Geduldig. Und immer auf an ihrer Seite.
6.) Lieblingsgegenstand?
Kein spezieller.
7.) Dein Traum von letzter Nacht?
Warte, gleich hab ich's. ... nee, is' weg
8.) Dein Lieblingsgetränk?
Wasser.
9.) Dein Traumauto?
Eine DS *note to myself: Geschenkeliste!*
10.) Der Raum in dem Du dich befindest?
Büro auf der Arbeit.
11.) Deine Ex?
Mir inzwischen unsympatisch.
12.) Deine Angst?
Krankheit. Den Absprung aus dem Angestelltendasein nicht schaffen.
13.) Was möchtest Du in 10 Jahren sein?
Das soll ich jetzt schon wissen??? Mutter.
14.) Mit wem verbrachtest Du den gestrigen Abend?
Mit meiner Frau Freundin und einem Kumpel. Gemeinsam erklommen wir den Berg des DSL-Zugangs. Lang lebe die Telekom.
15.) Was bist Du nicht?
Unmusikalisch.
16.) Das letzte was Du getan hast?
Vor dem mich im Internet rumtreiben? Einen Arbeitsablauf überarbeitet.
17.) Was trägst Du?
Jeans und Shirt. Und meine Lieblingsschuhe.
18.) Dein Lieblingsbuch?
Alfred Lobel: Bei Eule zu Hause.
19.) Das letzte was Du gegessen hast?
Nudeln mit Tomatensoße.
20.) Dein Leben?
??? Ich hoffe auf Wiedergeburt. Ansonsten ganz in Ordnung.
21.) Deine Stimmung?
Wie auf Kohlen.
22.) Deine Freunde?
Ja. Nette Menschen :-).
23.) Woran denkst Du gerade?
Wie ich es schaffen kann, Gesang, Prozessmanagement, Kinderkriegen und Beziehung unter einen Hut zu bringen.
24.) Was machst Du gerade?
Da ich nicht mit dem Laptop zur Toilette gehe, auf meinem Arbeitsstuhl hin und her rutschen.
25.) Dein Sommer?
Ist mir in Berlin immer schick.
26.) Was läuft in Deinem TV?
Gern CSI Las Vegas. Und geliehene DVD's.
27.) Wann hast Du das letzte Mal gelacht?
Welche Art von Lachen? Die empatische für das Büroklima? Gerade eben über was belangloses. Oder die Art gemeinsames Freude-Lachen? Heute morgen mit meiner Frau Freundin über den Satz "Und Hämorriden geben Frieden".
28.) Das letzte Mal geweint?
Immer mal wieder.
29.) Schule?
Nee. Nicht gut. Gar nicht gut. Vergangenheitsform Plusquamperfekt.
30.) Was hörst Du gerade?
Joni Mitchell. KT Tunstall. Pink. Til Brönner. Und möchte an dieses Stelle auf die Seite www.de-bug.de hinweisen.
31.) Liebste Wochenendbeschäftigung?
Ausflüge und im Bett Zeitung lesen.
32.) Traumjob?
Wo? ;-) Nein im Ernst. Den habe ich noch nicht gefunden. Klassisches Angstelltendasein ist es jedenfalls nicht.
33.) Dein Computer?
Mein Arbeitsinstrument. Mein Tor zur Welt. Wehe, wenn er nicht funktioniert.
34.) Außerhalb Deines Fensters?
Himmel und Baumkronen. Wetter. Draußen.
35.) Bier?
Gerne. Ich behaupte, es ist möglich, Bier und Rotwein zu mögen.
36.) Mexikanisches Essen?
ach. muss nicht sein.
37.) Winter?
Meine bevorzugte Jahreszeit.
38.) Religion?
BVG.
39.) Urlaub?
Wo? ;-) Nee, pleite. Bzw. Urlaub auf Balkonien, was aber wegen der darunter wohnenden Punker nicht geht. Also Austellungen besuchen und Strände an der Spree. Gerne würde ich mal eine Reise durch Schottland machen.
40.) Auf Deinem Bett?
Meine Katze auf der Tagesdecke.
41.) Liebe?
Ja. Gerne. Viel. Ohne geht nicht. Bin aber immer noch der Meinung, dass es die eine große Liebe nicht gibt.

Gott sei's gelobt und gepfiffen:

Sie ißt wieder!!!
Die Neue.
Nachdem sie letzte Woche vor lauter Schmollerei keine Schüsselchen mehr mitbrachte, und ihr Freund, unser gemeinsamer Kollege, schon ganz unruhig wurde, hat sie nach unserem Gespräch am Freitag wieder Schälchen dabei. Radieschen noch und nöcher, und als Versöhnungsangebot eine Riesenschale mit Haribos in der Mitte unseres Arbeitstisches.

Augenblicke

Mir wurde gesagt, dass die Art wie ich gucke, andere Menschen manchmal sehr irritieren würde. Dass ich manchmal Menschen damit auch verunsichern würde. Und, dass meine Mutter manchmal genauso guckt.
...
Jetzt habe ich natürlich eine Meinung über meine Mutter, vielschichtig, auch variabel, aber eine Meinung. Und ich kenne, wie sie guckt.
...
Oha. In mich gehend gewesen (oder heißt es "in mich gegangend sein"? Quizfrage: Wie heißt das infinitive Plusquamperfekt von "Ich bin in mich gegangen"?) muss ich zugeben - da ist was dran.
1. Wenn mich etwas fasziniert - und dazu gehören unter anderem Menschen, bei denen ich kapieren möchte, wie sie "so ticken" - fange ich an, neugierig zu gucken.
Finde ich jetzt nicht soooo verwerflich. Bin ich halt an meinen Mitmenschen interessiert.
2., und hier wird es kritisch, wenn ich kapiere, wie jemand, der mir unsympatisch ist und/oder mich unfreundlich behandelt, tickt - dann gucke ich erst recht. Anders ausgedrückt, ich schaue nach einem möglichen Schwachpunkt, emotional wie sachlich, und gucke dann wohl mit der Absicht, zu ärgern.
Meine Mutter sagte früher manchmal entnervt: "Guck mich nicht so giftig an". Vermutlich weil sie genau wusste, was ich dann gerade ausdrücken wollte.
Das bringt mich zu der Überlegung: wann interessieren mich Menschen, sprich wann gucke ich neugierig? Und warum versuche ich, Menschen, die mich unfreundlich behandeln, mit Blicken zu erwischen? Und warum funktioniert das?
*Note to myself: less staring, more talking*

Freitag, 1. Juni 2007

Magic Moments

Gestern hatte ich einen der magischen Momente im Leben: in der Philharmonie sang Montserrat Caballé. Neben all dem "Sie kann kaum noch laufen und ihre Stimme wird allmählich alt" kann ich dennoch sagen: zauberhaft im wahrsten Sinne des Wortes. Magisch. Wunderschöne Momente. Und was für eine Seele. *Schnief*
Ich wünschte ich könnte so singen und bezaubern.

die Neue flippt aus.

Gestern und vorgestern hatten wir Besuch von unserer Chefin, zur weiteren Einarbeitung, denn wir sind ja neu in der OrgEinheit.
Die Neue war nicht in der Lage, ihren Stuhl mit an den Tisch zu schieben, an dem wir saßen, sondern wartete auf eine extra formulierte schriftliche Einladung (oder was auch immer). Jedenfalls setzte sie sich nicht dazu sondern verkroch sich beleidigt hinter ihren Bildschirm. Um 16 Uhr sagte sie dann unter Tränen, dass die Themen sie ja offensichtlich nicht beträfen, und sie hätte sowieso den Eindruck nicht erwünscht zu sein, sie würde jetzt gerne Feierabend machen.
Langer Rede kurzer Sinn: niemand tut ihr was, da bin ich mir sicher. Alle behandeln sie kollegial und freundlich. Sie lebt in ihrer eigenen Wahrnehmungswelt und fühlt sich im Nullkommanichts verraten. Dann wird geschmollt geschmollt geschmollt und geheult.

Meiner Meinung nach ist sie jenseits von allem. Ich habe die Nase so richtig voll von KollegInnen, die nicht in der Lage sind, ihre emotionale Ebene von der Arbeitsebene zu trennen. So eine beleidigte Leberwurst habe ich schon lange nicht mehr erlebt.
Unser gemeinsamer Kollege mit im Büro, der gleichzeitig ihr Freund ist, nimmt natürlich ihre Partei ein.
Was kann ich noch tun?

bartynova

"Je länger man vor der Tür zögert, desto fremder wird man." (Franz Kafka)

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Im happy I finally registered
If you want to obtain a good deal from this paragraph...
http://abouthealth.at/ (Gast) - 18. Sep, 06:31
DHL = Dauert Halt Länger
ich bins leid mit DHL da sitzt man zuhaus und wartet...
Bone (Gast) - 21. Dez, 12:55
zwei Koffen gehen auch
Hilfe beim Packen könnte es bedeuten einfach einen...
Fuchs (Gast) - 25. Apr, 19:01
ich habe ja eher "still"...
ich habe ja eher "still" Anteil genommen - wünsch dir...
Sternenstaub - 17. Feb, 18:21
Alles Gute wünsche ich...
Alles Gute wünsche ich dir. Und danke, dass du einen...
testsiegerin - 16. Feb, 15:37

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Zuletzt aktualisiert: 18. Sep, 06:31

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