Freitag, 16. Dezember 2011

Blogwichteln 2011

Der wilde Herr Kaiser hat gänzlich unwild dafür punktgenau ausgeliefert, wie angekündigt und versprochen:
Die Blogwichtelei 2011 ist also hiermit offiziell eröffnet! Ganz unten befindet sich eine Auflistung aller Teilnehmenden.
Und nun folgt der Beitrag, mit dem ich bewichtelt worden bin:


Es war einmal ein Menschenkind. Das packte eines Tages seine Koffer und zog von einer großen deutschen Stadt mit ganz viel Hip, Style und Coffee to go in eine große österreichische Stadt mit ganz viel Charme, Gelassenheit und Melange mit Sachertorte. Hier fühlte sich das Menschenkind wohl und da wollte es bleiben. Es bloggte fröhlich aus seinem neuen Wirken in Ösitanien.
Aber irgendwas war in dem neuen Leben, das eigentlich ganz perfekt war, nicht perfekt. Gar nicht perfekt. Es fehlt etwas. Sie wusste nur nicht, was fehlt. Sie sang sich eins und da war es immer noch: das Loch in ihrem Leben.

Es war einmal ein Katzenkaterfratz. Das hatte die wundersam bildschöne einfacheinmalige Schönheit eines Kuhkaterkätzchens. Es war hübsch weiß und schön schwarz und zeichnete sich durch eine besondere grazile Maskenzeichnung in seinem Gesichtchen aus. Es war eine ganz besondere Schönheit von einem Kuhkaterkätzchen. Dieses Kätzchen saß auf seiner Katzenwolke und wusste, ihm stand kurzfristig ein Leben auf Erden bevor und es überlegte sich ernsthaft und intensiv, was es mit seinem Katzenleben, dem ersten von seinen aktuellen sieben Katzenleben so anstellen sollte. Es hatte da von unzähligen Optionen gehört. Guten und weniger guten und gar nicht überhaupt keine ein bisschen guten und den richtig schlechten. Es sortierte für sich ein „Leben in einem Tierheim“, „einem Versuchslabor“ oder auf der „Straße ohne ein warmes Zuhause und mit ordentlicher Futterverpflegung“ in die Kategorie „geht gar nicht!“, und sortierte die Optionen „Leben auf dem Bauernhof“, „Leben in einer kuschligen Wohnung mit Freigang aber Regenschutz“ oder „Leben in einer kuschligen Wohnung ohne Freigang mit Fensterplatz“ in die Schublade „einzige akzeptable Lebensform“. Da saß also der kleine Kuhkatzenkaterfratz auf seiner Wolke und schaut sich um. Es galt sich jemanden auszugucken, der für die weitere Lebensplanung als angemessener Partner in Fragen kommen sollte und folgende sehr wichtige Eigenschaften mitbringen musste:
  • Hohe Affinität zu Katzenhaaren
  • Dringende Bedürfnis regelmäßig beschnurrt zu werden (auch Sonntagmorgens um vier oder fünf Uhr)
  • Sehr hohe Fachkompetenz im Streicheln
  • Absolute Kritikfähigkeit im Bereich Futtergabe
  • Absolute Zuhörfähigkeit im Bereich Futtergabe
  • Sofortige Reaktionsfähigkeit im Bereich Futtergabe bei vorliegender Kritik, die immer und ohne Widerrede als relevant und zu Recht formuliert sofort (am besten auch rückwirkend) erkannt wird
  • Willen ausreichend viel Taschengeld in Spielzeug zu investieren
  • Sammelleidenschaft für Kratzbäume
  • Hohe Bettwäscheinkaufkompetenz (warm, weich, kuschlig)
  • Verständnis für herzliche Kratzanfälle, die sich gelegentlich gegen Möbel, Strumpfhosen und Hände oder Arme oder Beine richten
  • Verständnis dafür, dass Tierarztbesuche nichts im Leben einer ordentlichen Katze zu suchen haben und wenn dann nur gegen Ausgleichszahlung von einem halben Rind zerteilt, verfleischwolft und verteilt auf die nächsten 30 Katerkatzenlebensjahre zu akzeptieren sind
  • Fähigkeit völlig emotional abzudrehen und einem die Welt zu Füßen zu legen, nur weil man als Katze gerade wieder mal so unglaublich selbstverständlich, dafür unfassbar niedlich aussieht
  • Ausreichendes Milchkontingent, ausweichend ausreichendes Milchschaumkontingent
  • Realistische Sehweise, dass die Wohnung der Katze gehört und dass das eigene Leben ausschließlich der Katze gewidmet gehört
  • den innigen Wunsch das Frühstücksei mit der Katze zu teilen
  • ein Blog haben, damit seine Wundertaten gefälligst mit der ganzen Welt geteilt werden können.
Diese Wunschliste war durchaus überschaubar, fand unser Katzenkuhkaterfratz und schickte sich an, einen Menschen zu suchen, der diese lächerlichen Wünsche zu erfüllen bereit schien.

Währenddessen wunderte sich unser Mensch, nennen wir sie Menschin, nennen wir sie Bartynova und nennen wir sie schlussendlich Barty weiterhin über das Loch in ihrem Leben und fing an ein Konzept zu schreiben, an dessen Ende die erfolgreiche Lochfüllmaßnahme stehen sollte. Sie stellte dabei fest:
  • dass ihre Wohnung viel zu steril und sauber war
  • dass nichts in ihrem Leben war, was der Geräuschkulisse einer Singernähmaschine mit Traktormotor inside glich und daher ihr Leben viel zu leise war
  • sie plötzlich feststellte, dass sie total gerne viel streicheln wollte aber nichts in ihrem Umfeld war, was diesen Wunsch so richtig und ausgiebig gutheißen wollte
  • ihr fehlte, dass es niemanden in ihrem Leben gab, dem sie ein sehr leckeres Essen servieren konnte
  • ihr in ihrem Leben jemand fehlte, der ihr erklärte, dass sie das mit dem leckeren Essen servieren sehr sicher noch viel besser machen könnte, wenn sie nur wollte und sie diese Herausforderung ruhig einmal annehmen sollte
  • sie zu gerne bei dem ersten kritischen Blick auf ein zubereitetes Essen den Prozess der Wandlung einläuten möchte, sofort, aus dem Stand mit der Aussage, es nie wieder soweit kommen zu lassen
  • sie viel zu viel Taschengeld hatte und das am Allerliebsten in eine Tierspielzeugabteilung tragen wollte und in Katzenangeln investieren wollte
  • Kratzbäume schon immer toll fand und sogar umziehen würde, wenn der Wachstum der Kratzbaumsammlung das irgendwann nötig machen würde
  • Die Wärme, Weichheit und Kuschligkeit ihrer Bettwäsche irgendwie zu wünschen übrig lässt und sie daher dringend einen offensichtlichen Grund benötigt für die nahe Zukunft nachzubessern
  • sie sehr dringend ein paar Kratzer am Arm oder Bein aufweisen wollte, um endlich
    fachmännisch mitreden zu können
  • sie gar nicht gerne zum Arzt geht und es sehr schön fände, wenn sie jemand, wenn sie denn freiwillig sich einer solch unschönen Prozedur überreden ließe, wenigstens mit einem halben Rind zerteilt, verfleischwolft und verteilt auf die nächsten 30 Lebensjahre belohnt würde und es daher sehr gut versteht, wenn ihr nahestehende vierbeinige Person ebenso beruhigt würden
  • Lust hätte komplett zu tillen und verrückt zu werden, wenn ihr ein felltragendes niedliches Etwas mit offenen Augen in die Augen blicken würde und dabei total niedlich aussehen würde
  • sie es im Grunde völlig leid war, die Milch immer alleine trinken zu müssen
  • sie sehr gerne für eine Wohnung Miete zahlen wollte, die letztendlich einem anderen Bewohner auf vier Pfoten, der für nichts kann aber Wert legt auf eine immer hochgedrehte Heizung, gehört
  • das Eigelb schon immer störend im Ei empfunden hat
  • ihr Blog gar kein echtes Webtagebuch ist, weil bei ihr die bloglebenswichtige Funktion Premiumcontent „Katzenfoto und –inhalt“ fehlt.
Sehr gut ausgebildet im Spüren menschlicher Defizite roch der kleine Fratzkatzenkuhkater die schrecklichen Defizite der Barty und sprang guter Dinge von seiner Wolke, landete direkt in ihrem Herzen und machte sich charmant elegant in ihrem Leben breit und übernahm die Kontrolle über den Futterstandard, Milchvorräte, Taschengeldbudgets, nahm geringfügige Änderungen in der Wohnraumqualität dank Installation einiger Kratzutensilien vor, beschloss in ihrem Bett von nun an als Bettwäschetestkater ausgiebige Testreihen in bunter Bettwäsche, die, wie er fand ihm ausgezeichnet zu Felle stand, zu starten und mit der Barty von Stund‘ an die fleischigen Einlagen ihrer Hühnersuppe in der Hauptsache mit sich selbst zu teilen. Barty war einfach nur entzückt, endlich ihre die ihr angeborenen Kompetenzen wie eine „Katze über alle Maßen zu verwöhnen“, „zu beschmusen“ und „zu bespielen“, ausüben zu dürfen. Für die sehr reichhaltige Bezahlung eines Schnurrkonzertes. Von einem wunderschönen Kuhkater* namens Anton.

Ein Dream-Team war geboren!

Und diesem Dream-Team wünsche ich wunderschöne friedliche kuschlige fröhliche Weihnachten 2011 mit dem innigen Wunsch, dass für Euch beide noch sehr viele gemeinsame Weihnachten und Jahreswechsel folgen mögen! So mindestens 30 an der Zahl!


*Am 28.01.2012 ist übrigens wieder Weltkuhkater-Tag. Anleitung für ein würdiges Zelebrieren finden Anton und Barty hier: http://www.pfotenland.wordpress.com/2011/01/28/


Diese sind die TeilnehmerInnen der diesjährigen Blogwichtelei:

Montag, 12. Dezember 2011

...

Alles falsch. Alles auf dem Kopf.
Zurück auf los.
Einsam.


Edit 14.12.: nach einigen Hinweisen aus dem Umfeld habe ich umformuliert. Ich hoffe es wird so etwas ..... griffiger.

Dienstag, 6. Dezember 2011

Vokabular, das überzeugt

Multikanalfähigkeit (alles rin da egal wie)
Dunkelverarbeitung (Trefferquotenquiz bei Nacht)
Automatisation (nein, es wird nicht automatischer, wenn nicht das herkömmliche "Automatisierung" verwendet wird)
Kanonisches Modell (wird geschossen? wird gesungen? man weiß es nicht...)
Deklarative Technik (ich taufe Dich auf den Namen Bullshit Bingo!)

Desweiteren heute vom Projektleiter gehört:
"Es gibt unterschiedliche Stadien von 'fertig' "

Sonntag, 4. Dezember 2011

Prädikat sehr wertvoll:

Edie & Thea: A Very Long Engagement

Ein so dermaßen empfehlenswerter Film, das Wort Dokumentation kommt mir hierbei fast gar nicht über die Lippen. Ich sah ihn auf dem Filmfestival "identities" 2011 und fand ihn absolut berührend, herzerweichend, authentisch und lebensecht.

Zum Inhalt:
New York 1965. Zwei Collegeabsolventinnen mit sehr unterschiedlichem jüdischen Background – Thea, aus Holland emigrierte Unternehmerstochter, und Edie, in Philadelphia aufgewachsenes Ostküstengirl, lernen einander in der halböffentlichen Lesbenszene des West Village kennen.
42 Jahre sind Edie und Thea ein Paar, als sie in 2007 in Kanada heiraten.

Gezeigt wird ihre Beziehung anhand unzähliger Photografien und Interviews.
Susan Muska und Gréta Ólafsdóttir, die 1998 mit ihrem Dokumentarfilm The Brandon Teena Story Aufsehen erregten, erzählen hier eine wahre Geschichte und ihnen gelingt ein atmosphärisch sehr dichtes, liebenswertes, anrührendes Porträt.

im Top Kino im Wien vom:
10. – 22. 12. um 20.30 Uhr (18.12. keine Vorstellung)
23. – 29. 12. um 22 Uhr

Es war einmal eine Prinzessin auf der Erbse,...

...die gar nicht wusste, was eine Prinzessin ist.
Bis sie anfing, Bücher zu lesen, und Lesen bildet ja bekanntermaßen.
"Oh", dachte sie beim Lesen, "was die da erzählen, das kenn' ich doch! So einen Gnubbel habe ich doch auch!? Könnte das etwa eine Erbse sein???"
Und sie rutschte hin und her, versuchte andere Schlafkuhlen zu finden, wendete die Matrazen, wich auf's Sofa aus - hob sogar alle zwanzig Matratzen und zwanzig Eiderdaunendecken an, um die Erbse zu entfernen. Aber am nächsten Abend war die Erbse immer wieder da.
Und egal wie sich die ahnungslose Prinzessin bettete, der Gnubbel blieb, machte sich stoisch bemerkbar wie ein grauer Haaransatz, sagte jeden Abend "Moin" und machte sich in aller Ruhe breit.
Eines Morgens, nachdem die Prinzessin mal wieder alle zwanzig Matratzen und zwanzig Eiderdaunendecken angehoben, die Erbse hervorgesammelt und mehr oder weniger unruhig geschlafen hatte, wachte sie auf, mit der Erbse in der Hand, und die Erbse sprach: "Ich bin ja wirklich eine gedduldige Erbse, aber Du, meine Beste, bist wirklich eine harte Nuss. Lass Dir gesagt sein, ich gehe hier ganz bestimmt nicht weg. Denn Du bist eine Prinzessin, und eine Prinzessin braucht eine Erbse. Und für den Job bin ich genau die Richtige."
"Aber ich bin doch gar keine Prinzessin", antwortete die Prinzessin.
"Was denn dann, Verehrteste? Jeden Abend das Hin- und Herräumen, das Umziehen auf's Sofa, weil Dich da ein Gnubbel drückt....."
"Kann ich nicht vielleicht lieber auch eine Erbse sein?" fragte die Prinzessin hoffnungsvoll zurück. "Ich gebe mir auch ganz viel Mühe, versprochen, und ich lerne schnell! Ich wäre bestimmt eine super Erbse! Es hört sich nach Spaß an...?"
"Äääh........., nein. Eine der herausragenden Eigenschaften von Prinzessin wie Dir ist es, sehr flexibel und schauspielerisch talentiert zu sein, aber mich führst Du nicht hinters Licht. Also: netter Versuch, aber nur am Rand stehen und zugucken funktioniert hier nicht. Mitspielen ist angesagt. Ich Erbse, Du Prinzessin."
Die Prinzessin seufzte theatralisch, rollte mit den Augen, warf sich auf den Boden, benötigte Wärmflaschen, weil sie ob der Vorstellung, eine Prinzessin zu sein, schlimmes Bauchweh bekam. Aber die Erbse blieb unerbittlich anwesend und bei ihrer Aussage: "Akzeptiere, dass Du hier die Prinzessin bist, und Du wirst wieder gut schlafen."



Wie alt bin ich jetzt, 39? Tja, schätze, es wird Zeit, die Prinzessin in mir willkommen zu heißen, denn bis ans Lebensende schlecht schlafen ist ja keine Lösung. In diesem Sinne:


Einige geneigte LeserInnen mögen sich an Punkt (2) aus diesem Beitrag erinnern, in dem ich über eines meiner Kindheitstraumata berichtete, welches ich also offensichtlich aktiv zu bewältigen bereit bin.
Und was lernt uns das? Vor sich selber kann man nicht flüchten. Und Erbsen sind eine schwer verdauliche Hülsenfrucht.

Samstag, 3. Dezember 2011

...

Bundesheer: Michelle Hunziker übernimmt "Wetten dass...?"

bartynova

"Je länger man vor der Tür zögert, desto fremder wird man." (Franz Kafka)

.

Im happy I finally registered
If you want to obtain a good deal from this paragraph...
http://abouthealth.at/ (Gast) - 18. Sep, 06:31
DHL = Dauert Halt Länger
ich bins leid mit DHL da sitzt man zuhaus und wartet...
Bone (Gast) - 21. Dez, 12:55
zwei Koffen gehen auch
Hilfe beim Packen könnte es bedeuten einfach einen...
Fuchs (Gast) - 25. Apr, 19:01
ich habe ja eher "still"...
ich habe ja eher "still" Anteil genommen - wünsch dir...
Sternenstaub - 17. Feb, 18:21
Alles Gute wünsche ich...
Alles Gute wünsche ich dir. Und danke, dass du einen...
testsiegerin - 16. Feb, 15:37

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